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Unsere Immobilie?Dafür haben wir jemanden!Johannes Janson & Monika Wildner-Jagdhuber Haus & Grund-Mitglieder seit 2002

Haus & Grund Sachsen - Wohnen durch Grundsteuer nicht weiter verteuern

Haus & Grund Sachsen fordert einfaches Flächenmodell

Der Landesverband der Sächsischen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer hat angesichts der heute durch Bundesfinanzminister Olaf Scholz vorgestellten Pläne zur Reform der Grundsteuer erneut vor einer weiteren Verteuerung des Wohnens gewarnt. Der Präsident des sächsischen Landesverbandes von Haus & Grund bezeichnete die bekannt gewordenen Eckpunkte des Grundsteuerkonzepts als „Irrsinn und Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die Finanzbürokratie, die ihresgleichen sucht“.

Zudem warnte Hobusch davor, dass bei einer Einführung von Wertfaktoren sich zukünftig das Wohnen verteuern wird. „Am Ende zahlen die Zeche für Scholz Pläne die Mieter, auf die die Grundsteuer umgelegt wird. Vor allem in den sächsischen Ballungsräumen, aber auch den Regionen, die gerade erste Anzeichen einer Erholung nach Jahren der Stagnation und des Schrumpfens zeigen, wird eine Grundsteuer, die sich an Miethöhen und Gebäudewerten orientiert, nur einen Weg kennen: nach oben“, kommentierte der sächsische Haus & Grund Präsident. Dann müssten noch für deutlich mehr als die bisher geschätzten 35 Millionen Immobilieneinheiten bundesweit regelmäßig neue steuerliche Bewertungen erfolgen. Die Finanzämter wären heillos überfordert und die Erhebungskosten für diese Steuer nicht mehr zu rechtfertigen.

Eine neue Grundsteuer müsse einfach zu erheben und für die Bürger transparent sein, sie dürfe das Wohnen nicht verteuern und sie müsse gerecht sein. All diese Kriterien erfülle das Konzept von Scholz nicht. Haus & Grund plädiert weiterhin für ein Flächenmodell, wonach sich die Grundsteuer im Grundsatz aus der Gebäude- und der Grundstücksfläche berechnet. „Dieses Modell ist mit niedrigen Kosten umzusetzen, schafft keine neuen Ungerechtigkeiten und ist verfassungsfest“, betonte Hobusch. Er forderte den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und die Landesregierung auf, sich im Bund klar gegen die Pläne aus dem Berliner Finanzministerium auszusprechen.

V.i.S.d.P.
René Hobusch, Präsident Haus & Grund Sachsen e.V.

https://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/a/video-253980.html