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Unsere Immobilie?Dafür haben wir jemanden!Johannes Janson & Monika Wildner-Jagdhuber Haus & Grund-Mitglieder seit 2002

Pressemitteilungen

04.06.2020

Konjunkturpaket mit wichtigen Impulsen für das Wohnen Drucken

Konjunkturpaket mit wichtigen Impulsen für das Wohnen
Haus & Grund für weitere Senkung der Ökostromumlage

Der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland bewertet das Konjunkturpaket der Bundesregierung im Wesentlichen positiv. „Insbesondere die spürbare Aufstockung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms als auch die Senkung der Ökostromumlage sind wichtige Weichenstellungen nicht nur für die Konjunktur, sondern auch für den Klimaschutz“, kommentierte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke die Beschlüsse des Koalitionsausschusses. Damit habe die Große Koalition zentrale Forderungen des Verbandes in das Paket integriert.

Nach Angaben von Haus & Grund werde es darauf ankommen, beide Maßnahmen für die kommenden Jahre zu verstetigen. „Private Eigentümer benötigen langfristig verlässliche Bedingungen, um große Investitionen wagen zu können. Deshalb muss die energetische Gebäudemodernisierung weiter auf diesem Niveau gefördert werden. Und die Ökostromumlage muss in verlässlichen Schritten auf null sinken“, forderte Warnecke.

Der Verbandschef begrüßte zudem, dass die Länder mit dem Paket die Möglichkeit erhalten, die Mindestabstände für Windräder von 1.000 Meter gesetzlich festzulegen und Anwohner stärker an den finanziellen Erträgen zu beteiligen. „Dies wird ein wichtiger Baustein für mehr Akzeptanz von Windkrafträdern sein“, sagte Warnecke. Er forderte die Länder auf, diese Möglichkeit nun auch zu nutzen.

27.05.2020

DIW-Studie: Immer mehr Mieterschutz verdrängt letztlich Mieter Drucken

DIW-Studie: Immer mehr Mieterschutz verdrängt letztlich Mieter
Haus & Grund fordert neuen Ausgleich der Interessen

Immer mehr Mietregulierung führt letztlich dazu, dass sich das Mietwohnungsangebot reduziert und Wohnungssuchende auf Eigentumswohnungen ausweichen müssen. Damit schrumpft der Anteil der Mieterhaushalte. Das ist das Ergebnis einer Studie des Consulting-Unternehmens des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, DIW Econ, im Auftrag des Eigentümerverbandes Haus & Grund Deutschland. „In den vergangenen Jahrzehnten ist Deutschland mit einem starken Mietwohnungsmarkt sehr gut gefahren. Er war von einem Ausgleich der Interessen zwischen Mietern und Vermietern geprägt. Dieses Gleichgewicht müssen wir jetzt wieder neu herstellen“, kommentierte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke die Studie.

Die Wissenschaftler haben den Zusammenhang zwischen Mietregulierung und Mieterquote am Beispiel aktueller wohnungspolitischer Vorschläge von SPD, den Grünen, der Linken sowie der Berliner Landesregierung untersucht. Alle Politikvorschläge – würden sie in ganz Deutschland gelten – ließen die Mieterquote in den kommenden zehn Jahren sinken. Um 4,5 Prozentpunkte würde die Quote bei Geltung der Vorschläge der Linken sowie des Berliner Senats sinken, bei den Vorschlägen der SPD würde das Minus bei 2,8 Prozenten und bei denen der Grünen bei 2,4 Prozentpunkten liegen.

„Je mehr die Mieten und Wohnungsmärkte reguliert werden, umso mehr Eigentümer geben ihre Mietwohnungen auf und verkaufen diese an Selbstnutzer. Dieser Angebotsrückgang wird verstärkt, indem Bestandsmieter länger als eigentlich gewollt in ihren Wohnungen mit stark regulierten Mieten bleiben. Im Ergebnis wird für Wohnungssuchende der Zugang zu Mietwohnungen deutlich erschwert“, fasste Warnecke die Studienergebnisse zusammen. Dies sei eine fatale Entwicklung. Er plädierte für einen gesunden Mix aus Selbstnutzung und Wohnen zur Miete, um Stabilität und Flexibilität auf dem Wohnungsmarkt zu verbinden.

26.05.2020

WEG-Reform: Aktueller Entwurf darf nicht das letzte Wort sein Drucken

WEG-Reform: Aktueller Entwurf darf nicht das letzte Wort sein
Wohnungseigentümer müssen stets die Kontrolle über ihr Eigentum haben können

Vor der morgigen Anhörung im Deutschen Bundestag begrüßte der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland die anstehende Reform des Wohnungseigentumsrechts im Grundsatz. „Das WEG-Recht soll und muss einfacher sowie transparenter werden. Das ist sinnvoll und richtig. Allerdings dürfen dabei nicht einzelne Eigentümer das Nachsehen haben“, kommentierte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke den Gesetzentwurf der Bundesregierung.

Aus Sicht des Verbandes darf den Wohnungseigentümern nicht die Kontrolle über ihr Eigentum entzogen werden. „Die Eigentümer müssen insbesondere über alle Vorgänge, die mit hohen finanziellen Verpflichtungen einhergehen, informiert sein. Zudem sollte es selbstverständlich sein, dass mehrheitlich nicht gewollte Entscheidungen des Verwalters verhindert werden können. Hier muss der Bundestag dringend nachsteuern“, forderte Warnecke.

Er kritisierte ebenso die nicht hinreichend geglückte Harmonisierung von Miet- und Wohnungseigentumsrecht. „Rund fünf Millionen Eigentumswohnungen in Deutschland werden vermietet. In vielen Situationen wird es wohl leider dabei bleiben, dass vermietende Eigentümer ihre Pflichten als Wohnungseigentümer nicht erfüllen können, ohne die Rechte des Mieters zu verletzen“, beklagte Warnecke. Er schlug vor, endlich gesetzlich zu regeln, dass ein Wohnungseigentümer seinem Mieter nicht mehr Rechte einräumen muss als ihm selbst als Wohnungseigentümer zustehen.

Haus & Grund begrüßt schließlich, dass bauliche Veränderungen in einer WEG vereinfacht werden sollen. Damit jedoch nicht wenige Eigentümer teure Modernisierungen beschließen können, die alle Eigentümer bezahlen müssen, regt der Verband alternative Vorgaben für entsprechende Beschlüsse an. Modernisierende Maßnahmen, deren Kosten alle zu tragen hätten, sollten von mindestens 50 Prozent der bei der Abstimmung anwesenden Eigentümer, die zugleich mindestens 50 Prozent der Miteigentumsanteile verkörpern, beschlossen werden müssen.

19.05.2020

Nach Koalitionseinigung: Nutzung von Ökostrom durch Mieter vereinfachen Drucken

Nach Koalitionseinigung: Nutzung von Ökostrom durch Mieter vereinfachen
Am Haus erzeugten Strom mit den Betriebskosten abrechnen

Der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland begrüßt die gestrige Entscheidung der Koalitionsfraktionen, den Förderdeckel beim Fotovoltaikstrom abzuschaffen. „Nun muss der zweite Schritt folgen. Vermieter sollten ihren Mietern den am Haus erzeugten Solarstrom künftig einfacher zur Verfügung stellen können als heute“, forderte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke. Der für Mieter und Vermieter einfachste Weg sei die Abrechnung des gelieferten Stroms über die Betriebskosten – vergleichbar mit der Heizkostenabrechnung. „Wenn wir das nicht endlich hinbekommen, wird die Energiewende im Gebäudebestand teurer werden und deutlich länger dauern“, gab der Verbandspräsident zu bedenken.

Mit Blick auf die Länderöffnungsklausel bei den Abstandsregeln für Windräder mahnte Warnecke eine verantwortungsvolle Nutzung unter Einbeziehung der betroffenen Bürger an: „Klimaschutz gegen die Menschen kann nicht funktionieren. Deshalb sollten die Bürger angemessen am Ertrag der Windenergieanlagen beteiligt und die Abstandsregeln eher großzügig bemessen sein.“

15.05.2020

Regierungsstudie zu sächsischem Wohnungsmarkt ernst nehmen Drucken

Haus & Grund Sachsen fordert Anpassung des Koalitionsvertrages zur Wohnungspolitik

Eine von der Sächsischen Staatsregierung in Auftrag gegebene Studie des Forschungsunternehmens empirica hat sachsenweit den Wohnungsmarkt analysiert. Dabei kommt die Studie zu dem Schluss, dass die bisherige Konzentration der Wohnungsbauförderung auf Dresden und Leipzig beendet werden sollte. Stattdessen sollten die Mittel in die schrumpfenden Regionen fließen.

Die bereits Ende 2019 vorgelegte Studie wurde bislang von der Staatsregierung nicht besonders vorgestellt. Sie findet sich lediglich online.

„Die wissenschaftliche Studie widerspricht allen wesentlichen wohnungspolitischen Plänen im Koalitionsvertrag. Da wundert es mich nicht, wenn die Ergebnisse gern in den Untiefen von sachsen.de versteckt werden“, so der Präsident des Eigentümerverbandes Haus & Grund Sachsen, René Hobusch, in einer ersten Reaktion und ergänzt: „Politik muss sich jedoch an den Fakten und Realitäten orientieren. Andernfalls macht sie sich auch juristisch angreifbar.“ Angesichts der analysierten Wohnungsmarktsituation empfehlen die Forscher weder die Einführung der Mietpreisbremse noch die Verlängerung der Kappungsgrenzenverordnung. „Beide Eingriffe in den Wohnungsmarkt dürfen nur angewendet werden, wenn es einen angespannten Markt gibt. Im bundesweiten Vergleich sieht die Studie diesen jedoch nicht“, konstatiert Hobusch, „auch nicht in Leipzig oder Dresden. Die Koalition aus CDU, SPD und Grünen nimmt dies aber weiterhin an und plant neue Markteingriffe. Fachlich begründen lässt sich dies nicht. Es wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, den Koalitionsvertrag an die Realitäten anzupassen.“

Für das Gutachten hat das Institut den Freistaat in insgesamt 59 Wohnungsmarktregionen unterteilt. In 15 davon hat sie steigende Einwohnerzahlen festgestellt. Zu den wachsenden Regionen zählen Leipzig, Chemnitz, Dresden und ihr Umland, aber auch einzelne städtische Wohnungsmarktregionen, die gegen den Trend in den Landkreisen wachsen. Hierzu zählen Görlitz, Meißen, Freiberg und Plauen. In den verbleibenden Regionen, immerhin 75 %, ist dagegen ein Schrumpfen festzustellen. Teilweise sind zwischen 2013 und 2018 Einwohnerrückgänge von mehr als 5 % festgestellt worden.

Haus & Grund schlägt analog zur Studie neuerlich vor, deutlich mehr Mittel in die schrumpfenden Regionen zu lenken und hierbei einen Fokus auf die Attraktivierung des Bestandes, anstatt auf Neubau auf der sog. Grünen Wiese zu setzen. „Attraktive Ortskerne halten die Menschen, die bereits dort wohnen, und sorgen für zusätzliche Anreize, dauerhaft dorthin zu ziehen. Dies wirkt gleichzeitig einer Verknappung von Wohnraum in den Ballungszentren entgegen. Die einseitige Förderung der Großstädte würde hingegen bereits bestehende Wanderungseffekte in die Ballungsräume hinein noch verstärken und gleichzeitig die Fläche weiter ausbluten lassen. Dem sollte eine Staatsregierung, die für ganz Sachsen arbeitet, mutig entgegentreten“, so Hobusch. Positiv sieht er, dass die Studie wie auch bereits Haus & Grund zum Ergebnis kommt, die Steigerung der Wohnattraktivität in den Schrumpfungsregionen als Querschnittsaufgabe aller Ministerien zu verstehen und unter einer gemeinsamen politischen Führung zu bündeln. „Auch hier haben die Koalitionäre noch genügend Zeit, nachzujustieren. Die gravierenden Veränderungen, die die Corona-Krise mit sich bringt, kann auch eine Chance sein, das Vereinbarte noch einmal zu hinterfragen und auf tatsächliche Wirksamkeit für ganz Sachsen hin zu optimieren.“

Zur Studie:

https://bauen-wohnen.sachsen.de/download/Bauen_und_Wohnen/Gutachten_Wohnungsmaerkte.pdf

V.i.S.d.P.

René Hobusch, Präsident Haus & Grund Sachsen e.V.